Diagnosegruppe 3

Störungen des Redeflusses (RE 1 bis RE 2)


Stottern  ( für den Arzt RE 1 )

häufig

genetische Veranlagung zum Stottern

 

seltener

traumatische und hirnorganische Ursachen

 

Leitsymptomatik

Klonische Laut -, Silben - und Wortwiederholungen 

Dehnungen und / oder tonischen Blockaden

ausgeprägtes Störungsbewusstsein

Vermeidungsverhalten 

Umformulierungen 

mimisches und ganzkörperliches Mitbewegen

 

Therapieziele 

Verbesserung bzw. Normalisierung des Redeflusses

Aufbau von Kommunikationsstrategien

Aufbau eines koordinierten Sprach- und Atmungsverlauf

Abbau der Begleitsymptomatik

Aufklärung über die Ursachen und Umgang  mit dem Thema Stottern im sozialen Umfeld ( Familie, Kindergarten, Schule, Studium, Beruf, Freunde etc. )

Poltern ( für den Arzt RE 2 )

häufig

genetische Veranlagung zum Poltern

 

seltener

hirnorganische Ursachen

 

Leitsymptomatik

überhasteter und deutlich beschleunigter Sprechablauf

wenig bis gar kein Störungsbewusstsein

undeutliche und verwaschene Artikulation, teilweise mit Auslassen und Vertauschen von Lauten und Silben 

und teils tatsächlich unverständlichen Anteilen  von sprachlichen Äußerungen

 

Therapieziele 

Verbesserung des Redeflusses

Aufbau gezielter Steuerungsvorgänge 

Verbesserung der Artikulation

Aufklärung des sozialen Umfelds